Eine gespendete Eizelle machte Susanna und Hans aus Schweden zu Eltern: „Danke Finnland, dass Du uns das ermöglicht hast… nein. Wenn wir Danke sagen, ist das nicht genug. Uns fehlen einfach die Worte“

15.2.2019 Ovumia Fertinova

Eine gespendete Eizelle machte Susanna und Hans aus Schweden zu Eltern: „Danke Finnland, dass Du uns das ermöglicht hast… nein. Wenn wir Danke sagen, ist das nicht genug. Uns fehlen einfach die Worte“

Susanna war 36, als sie Hans, 31, kennenlernte. Das Paar verliebte sich und begann von einer gemein-samen Familie zu träumen. Susanna wurde schwanger – mehrere Male. Ein ums andere Mal jedoch zerschlug sich die Hoffnung auf ein eigenes Kind und die Schwangerschaften endeten in einer Fehlgeburt. Das Paar begriff, dass es Hilfe benötigt, aber vor ihnen stand etwas, was sie nicht erwartet hatten.

– Der Arzt sagte, dass ich zu alt sei, um in Schweden Hilfe zu bekommen. Wir hatten nicht vermutet, dass das Alter ein Problem sei, so dass die Nachricht ein Schock war, berichtet Susanna.

Die gute Nachricht des Gynäkologen für Susanna und Hans war aber die, dass das Paar zu Therapien mit Spendereizellen ins Ausland reisen könnte.

– Der Arzt empfahl Finnland, weil das Land über Knowhow und Erfahrung in der Behandlung bei etwas reiferen Frauen verfügt. Das erschien uns sicher, so dass die Entscheidung klar für Finnland ausfiel. Damals hörten wir zum ersten Mal von Ovumia Fertinova, berichten Susanna und Hans.

– Wir googelten die Klinik und nahmen Kontakt zur Patientenkoordinatorin Päivi (Virta) auf. Sie beantwortete unsere Fragen so schnell, dass wir wussten, die richtige Stelle gefunden zu haben.

Nach der Kontaktaufnahme begannen die Dinge Fahrt aufzunehmen. Im Gespräch mit dem Arzt konnte das Paar erfahren, dass ihre Möglichkeiten, ein Kind zu bekommen, ausgesprochen gut sind.

– Die Nachricht war wirklich hoffnungsvoll, erinnert sich Susanna.

Bereit für Behandlungen

Vor Aufnahme der Behandlungen mit Spenderkeimzellen waren Susanna und Hans beim Gespräch mit dem Psychologen über die mit der Therapie verbundenen besonderen rechtlichen, psychologischen und ethischen Fragen.

– Päivi gab uns eine Aufstellung mit Psychologen in Schweden, die besonders gut war, denn wir hätten selbst nicht gewusst, an wen wir uns wenden sollten, meint Susanna.

– Ganz viele Begleitumstände hatten wir schon vor dem Treffen erörtert. Uns war beispielsweise klar, dass wir mit dem zukünftigen Kind über seinen Ursprung sprechen wollen. Nach Meinung des Psychologen waren wir bereit, die Therapien zu beginnen.

Susanna und Hans konnten fast alle mit den Therapien verbundenen Punkte von Schweden aus erledigen. Nach Finnland mussten sie nur zur Abgabe der Samenflüssigkeit und für den Embryotransfer kommen. Zu letzterem traf das Paar gemeinsam an einem verschneiten Januartag ein.

– Wir waren wirklich aufgeregt, aber gleichzeitig auch froh. Die Maßnahme an sich war einfach und schnell erledigt. Am gleichen Abend verwöhnten wir uns später mit einem guten Essen und gingen rechtzeitig schlafen. Der Tag war voller Emotionen.

Angst schlug in Glück um

Ein paar Wochen nach dem Embryotransfer ging Susanna zur Blutentnahme für den Schwangerschaftstest.

– Mein Gynäkologe rief mich zu den Ergebnissen gleich an, nachdem ich von der Arbeit nach Hause gekommen war. Er begann über das Wetter und tausend andere Dinge zu reden, so dass ich sicher war, dass er mich auf schlechte Nachrichten vorbereitet. Zum Schluss sagte er, dass mein hCG-Wert über 1000 ist. Ich fragte, bin ich also schwanger? Er antwortete, so schwanger, wie man nur sein kann.

Aufgrund der zahlreichen früheren Fehlgeburten hatten sich Susanna und Hans aber nicht getraut, sich zu sehr zu freuen. In Woche 5 glaubte das Paar, dass sich seine Befürchtung bewahrheitet. Susanna hatte eine starke Blutung.

– Wir waren sicher, dass es sich um eine Fehlgeburt handelt. Wir waren so enttäuscht und traurig. Ich mailte Päivi die schlechten Nachrichten. Sie antwortete jedoch schnell und sagte, dass die Blutung nicht zwangsläufig von einer Fehlgeburt herrührt. Sie wies mich an, die Medikation fortzusetzen und einen Termin mit dem Arzt zu vereinbaren, berichtet Susanna.

– Ich ging zum Ultraschall, wo sich herausstellte, dass unser kleiner Schatz doch wohl behütet war! An jenem Tag trauten wir uns, uns wirklich zu freuen. Nach dem Ultraschall in der 12. Woche genoss ich jeden Tag meiner Schwangerschaft in vollen Zügen.

Nach Ablauf von neuen Monaten waren Susanna und Hans im OP und die Sekunden nach der Operation erschienen lang.

– Als wir das Schreien unserer Tochter hörten, weinten wir vor Glück. Der Augenblick, als ich sie auf meine Brust bekam, und sah, wie wunderschön sie ist, war überwältigend, schildert Susanna.

Zuwendung und guter Service

Von den Therapien blieb Susanna und Hans vorrangig die Sicherheit in Erinnerung. Sie spürten, dass sie in kompetenten Händen waren und man sich gut um sie kümmerte.

– Päivi beantwortete unsere Fragen wirklich schnell und erklärte die Dinge verständlich. Der erlebte Service war die ganze Zeit professionell und freundlich. Wir fühlten uns in der Klinik herzlich aufgenommen. Alles verlief vollkommen glatt, sowohl in Finnland, als auch in Schweden, konstatieren Susanna und Hans.

Als sie nach Finnland kamen, fühlte sich das Paar, als wäre es nach Hause gekommen. Die Reise von Schweden nach Finnland war einfach und durch den Flug noch verkürzt. In Tampere übernachtete das Paar in einem komfortablen Hotel, von wo sie per Taxi in die Klinik kamen.

– Auf der Rückfahrt gab es einen kleinen Moment der Aufregung. Wir waren nicht sicher, ob wir aufgrund des Schneesturms wie geplant nach Schweden fliegen können und ich fürchtete, daß meine Medikamente zwischenzeitlich zur Neige gehen. Ich verfiel in Panik und kontaktierte Päivi, die sich um ein Rezept küm-merte, für den Fall, dass wir in Finnland bleiben müssten. Es war toll, dass sich die Angelegenheit so regelte.

Die Familie plant, in ein paar Jahren wieder nach Finnland zu kommen.

– Wir hatten ursprünglich vor, eine Woche vor dem Embryotransfer in Tampere zu verbringen, aber wir fanden für unseren kleinen Hund für so lange Zeit keine Betreuung. Von Finnland und Tampere waren wir begeistert, und wenn unsere Tochter größer ist, wollen wir ihr unbedingt zeigen, wo sie herstammt.

Dankbarkeit

Susanna und Hans schildern ihre Tochter als einen bezaubernden Engel.

– Wir sind nur froh, dass dies passierte und wir zur Therapie nach Finnland kamen, sagt die 47-jährige Susanna.

– Auch alle, die uns nahestehen, kennen unsere Geschichte und freuen sich mit uns.

Im Nachhinein betrachtet sind Susanna und Hans froh, dass sie bei ihren Behandlungen mit dem ersten Versuch Erfolg hatten.

– Wir hatten eine gute Prognose und ein gutes Embryo. Unsere Tochter verbrachte ihre ersten Tage im Embryoskop, wo sie sich in Ruhe entwickeln konnte. Darüber haben wir auch ein Video erhalten, das ganz bezaubernd ist! Sie ist dort wirklich ganz, ganz jung, schmunzeln Susanna und Hans.

Im Vordergrund stehen die Worte des Paares und dahinter verbirgt sich Dankbarkeit.

– Danke Finnland, dass du uns das ermöglicht hast… nein. Wenn wir Danke sagen, ist das nicht genug. Uns fehlen einfach die Worte.

Text: Anna-Maija Kakkonen

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